Erleben wir beim Thema KI dasselbe Muster?

Viele Scrum-Projekte sind gescheitert, und den agilen Methoden wurde die Schuld zugeschrieben. Aber was ist wirklich passiert? Unternehmen haben Tools eingeführt, Boards gebastelt, Daily Standups gehalten – und am Ende doch genauso weitergearbeitet wie vorher.
Warum? Weil das Mindset gefehlt hat: Agil ist kein Toolset – es ist eine Haltung.

Erleben wir beim Thema KI dasselbe Muster?
Momentan scheint es so. Nur in schneller. Und ggf. auch noch teurer.

Viele Unternehmen stürzen sich auf die neuesten KI-Tools, in der Hoffnung, dadurch Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Doch die Ergebnisse bleiben oft hinter den Erwartungen zurück, denn der bloße Einsatz von Tools führt selten zum Erfolg. Entscheidend ist die Entwicklung eines passenden Mindsets und einer durchdachten Strategie.

Bevor Du also das nächste KI-Tool implementierst, frage Dich:​

  • Welche konkreten Ziele verfolge ich damit?​
  • Wie passt das zu unseren Prozessen?​
  • Verfüge ich über die notwendigen Daten und Kompetenzen, um es effektiv zu nutzen?

Denn wenn Du weiter nur ausprobierst, kopierst und irgendwie anwendest – aber nicht verstehst wird folgendes dabei rauskommen:

  • KI-Projekte ohne Wirkung.
  • Automatisierung ohne Effizienz.

KI ist kein Selbstzweck! Wir brauchen das passende KI – Mindset:

  • Eines, das nicht auf Wunder wartet, sondern Verantwortung übernimmt.
  • Eines, das versteht: KI ist kein Selbstzweck, sondern Werkzeug.
  • Und: Nicht alles, was geht, ist auch sinnvoll.

Wer KI ohne Strategie einführt, riskiert Vollgas ins Leere.

Fährt Eure KI schon mit Plan – oder dreht sie noch ein paar schicke Runden im Kreisverkehr?

Bitte schaltet endlich wieder euer Hirn ein!
(meine persönliche Hitliste👇🏼 am Ende des Posts)

Die Flut an Posts mit Prompting Copy-Paste-Vorlagen und ellenlangen Anweisungen für erfolgreiches Prompten ist nahezu unerträglich. Es erinnert mich an die Anfänge des SEO, hier wurden auch listenweise starre Regeln veröffentlicht. Die Ergebnisse waren ganz okay, aber um besser als die anderen zu sein (und darum geht es bei SEO) braucht man ein tieferes Verständnis für die Algorithmen von Google.

Auch beim Prompten wird man mit Listen keine herausragenden sondern allenfalls mittelmäßige weil reproduzierbare Ergebnisse erzielen. Was ist nur los? Können Menschen, die vorher ohne Hilfe von KI kreative Texte geschrieben haben plötzlich nicht mehr denken? Alles was in diesen Listen und Prompting Frameworks steht ist altbekannt und folgt den schon immer geltenden Regeln der Erstellung kreativer und hochwertiger (Fach-)Texte mit der Zusatzanforderung, dass ich all das jemandem erklären muss, der keine Informationen dazu hat was ich mit meinem Text bezwecken möchte. Sollte diese Denkleistung nicht jeder erbringen können, der sich mit KI beschäftigt?
Also schaltet euer Hirn bitte wieder dazu: KI + HI, denn Team KI + HI wird gewinnen – nicht stupides Bedienen einer KI nach den Vorgaben anderer.

𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐇𝐢𝐠𝐡𝐥𝐢𝐠𝐡𝐭𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐨𝐜𝐡𝐞 (Tipps für bessere Prompts, gefunden auf LInkedIn):

1️⃣ Baue Druck auf, zum Beispiel: „Du wirst bestraft, wenn…“
❓Ist das ein ernst gemeinter Tipp? Ich kommuniziere immer respektvoll mit meinem Chatty, und ich glaube auch definitiv nicht, dass ich mit Androhung einer Strafe dauerhaft bessere Ergebnisse erziele.

2️⃣ Nutze „Beantworte die Frage auf natürliche, menschenähnliche Weise.“
❓menschenähnlich? Was soll das sein? Ein Affe?

3️⃣ Formuliere positiv (“Mach das” statt “Mach das nicht”)
❓Interessanter Aspekt, denn woher soll ChatGPT denn wissen, was ich will wenn ich es ich nicht sage?

4️⃣ Für mehr Klarheit, nutze: „Erkläre [Thema] in einfachen Worten.“ „Erkläre es mir, als wäre ich elf Jahre alt.“  „Erkläre es für einen Anfänger in [Fachgebiet].“
❓Mehr Klarheit? Was ist denn das für eine sinnlose Benutzung des Begriffs Klarheit? Oder geht der Verfasser dieses Prompting-Tipp davon aus, dass jeder, der ChatGPT nutzt als Zielgruppe seiner generierten Inhalte Menschen hat, die auf dem Niveau eines Elfjährigen sind? Klarheit in der Sprache / in der Kommunikation ist per Definition eine Ausdrucksweise, die dafür sorgt, dass Informationen präzise und unmissverständlich beim Gegenüber ankommen und die Vorstellung des Schreibers erkennbar macht. Da würde sich mein Chatty auf Dauer wohl eher unterfordert fühlen, wenn er sich nur auf dem Niveau von Elfjährigen bewegen darf.

Jeden Tag erscheinen neue Tools für generative KI – heute Grok (X/Elon Musk). Die Begeisterung ist groß: „Das ist der Schlüssel zum Erfolg!“ Doch ist das wirklich so?

𝗛𝗶𝗲𝗿 𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝘂𝗻𝗯𝗲𝗾𝘂𝗲𝗺𝗲 𝗪𝗮𝗵𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁: Diese Tools allein reichen nicht für außergewöhnliche Ergebnisse.

👉 𝗦𝗵𝗶𝘁 𝗶𝗻, 𝘀𝗵𝗶𝘁 𝗼𝘂𝘁
Ein Tool ist nur so gut wie sein Anwender. Erst Expertise, Strategie und tiefes Verständnis machen KI zur echten Waffe für Innovation.
Stell dir zwei Restaurants vor. Beide haben die gleichen Zutaten & Rezepte, aber nur eines hat einen erfahrenen Koch, der die Zutaten versteht, Aromen kombiniert und kreative Techniken einsetzt. Welches Restaurant zieht mehr Gäste an? Genau.

𝗚𝗲𝗻𝗮𝘂𝘀𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗞𝗜:
Die meisten Anwender bleiben im Mittelmaß, weil sie KI blind nutzen – ohne echtes Verständnis für Prompting, Training und Feinschliff. Doch wer sich tiefer einarbeitet, überholt die Konkurrenz.

Wenn es nach mir geht ist unser nächster Sprachassistent kein smarter Lautsprecher mehr, sondern ein echter Roboter. Ein Gerät, das sich bewegt, auf Gesten reagiert und unsere Umgebung wahrnimmt. Roboter wie der 𝗨𝗻𝗶𝘁𝗿𝗲𝗲 𝗚𝗼𝟮, ein KI-gesteuerter Roboterhund, zeigen, wohin die Reise gehen könnte. Statt eine statische Alexa in der Ecke stehen zu haben, könnten wir bald einen interaktiven Helfer im Haus haben, der uns nicht nur antwortet, sondern aktiv unterstützt – sei es beim Einkaufen oder beim Kaffee holen.

𝗜𝗰𝗵 𝗷𝗲𝗱𝗲𝗻𝗳𝗮𝗹𝗹𝘀 𝗳𝗿𝗲𝘂𝗲 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝘀𝗰𝗵𝗼𝗻 𝗮𝘂𝗳 𝗺𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗥𝗼𝗯𝗼𝘁𝗲𝗿𝗵𝘂𝗻𝗱🤖
Denn Antworten wie „𝗗𝗮𝘀 𝘄𝗲𝗶ß 𝗶𝗰𝗵 𝗹𝗲𝗶𝗱𝗲𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁!“ lassen Alexa immer mehr wie ein veraltetes Gadget mit sehr begrenzten Fähigkeiten wirken.
Während Amazon also noch an einer KI-Alexa bastelt, könnte die Zukunft uns längst überholt haben.

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie prägt bereits unseren Alltag und wird immer tiefgreifender in Unternehmen und Gesellschaft integriert. Doch während die Technologie rasant voranschreitet, stellt sich eine entscheidende Frage: Ist unsere Gesellschaft bereit für diesen Wandel?

𝗕𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗞𝘂𝗹𝘁𝘂𝗿𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹, 𝘂𝗺 𝗞𝗜 𝘇𝘂𝘇𝘂𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻?
JA! Und zwar dringend.
Damit KI nicht nur von wenigen Experten genutzt, sondern von allen verstanden und sinnvoll eingesetzt werden kann, braucht es eine kulturelle Offenheit für neue Denkweisen:
• Weg von Angst und Skepsis – hin zu Neugier und Experimentierfreude.
• Weg von starren Hierarchien – hin zu kollaborativem Arbeiten mit KI als Partner.
• Weg von isolierten Wissensträgern – hin zu einer gemeinsamen Lernkultur.

🏫 𝗪𝗮𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗺 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴𝘀𝘄𝗲𝘀𝗲𝗻?
Hier hinken wir dramatisch hinterher. Während andere Länder KI bereits als festen Bestandteil im Lehrplan integriert haben, diskutieren wir in Deutschland noch über Regelungen und drucken Schulbücher. Es fehlt eine systematische Einführung von KI-Kompetenzen in Schulen, Fortbildungen für Lehrkräfte und eine Strategie, um Schüler auf eine Arbeitswelt vorzubereiten, in der KI eine zentrale Rolle spielt.
Das Risiko? Eine Generation, die nicht nur im Umgang mit KI ungebildet bleibt, sondern auch im internationalen Vergleich an Wettbewerbsfähigkeit verliert.

⏳ 𝗗𝗮𝘀 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁, 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗪𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗰𝗵𝗻𝗲𝗹𝗹 𝗴𝗲𝗻𝘂𝗴 𝘃𝗼𝗹𝗹𝘇𝗼𝗴𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿𝗱:
Es wird eine digitale Kluft entstehen zwischen denen, die KI verstehen und nutzen können, und denen, die abgehängt werden.
Unternehmen, die KI nicht sinnvoll einzusetzen wissen werden einen deutlichen wirtschaftlichen Nachteil haben: sie verlieren Anschluss an internationale Wettbewerber, die agiler mit KI arbeiten.

💡 𝗪𝗶𝗿 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗞𝘂𝗹𝘁𝘂𝗿𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹
Ein Wandel, der Angst in Neugier verwandelt, Kompetenzen aufbaut und Zugang zu KI für alle ermöglicht.
𝗪𝗶𝗿 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴, 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗜 𝗲𝗿𝗸𝗹𝗮̈𝗿𝘁, 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝘀𝗽𝗹𝗮̈𝘁𝘇𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗜 𝗲𝗶𝗻𝗯𝗲𝘇𝗶𝗲𝗵𝗲𝗻, 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗸𝗿𝗮̈𝗳𝘁𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗱𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹 𝘃𝗼𝗿𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻.